"Wo die Wuchtel fliegt"

Wo die Wuchtel fliegt. Legendäre Orte des Wiener Fußballs
Sonderausstellung im Wien Museum (24. April bis 3. August 2008)

Wien Museum

Kuratoren: Peter Eppel, Bernhard Hachleitner, Werner M. Schwarz 
Konzept-Team: Michael Fanizadeh, David Forster, Bernhard Hachleitner, Roman Horak, Georg Spitaler und Heidi Thaler sowie Wolfgang Kos (Direktor Wien Museum)
Produktion: Regina Karner
Ausstellungsarchitektur: Designbüro Kubik
Ausstellungsgrafik: bauer - konzept & gestaltung

Paul Meissner: Das Wunderteam, Ölgemälde 1948 (Copyright: Wien Museum)
Paul Meissner: Das Wunderteam, Ölgemälde 1948.
Copyright: Wien Museum

Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz entwickelte das Konzept-Team von Sommer 2004 bis Mai 2007 ein Konzept für eine Fußballausstellung im Wien Museum. Der Arbeitstitel lautete zunächst „Fußball in Wien“, später „Austria – Rapid“. Anhand von sechs Themenblöcken sollte die über hundertjährige Geschichte des Fußballsports in Österreich mit Schwerpunkt Wien dargestellt werden.

Rechercheergebnisse, Expertisen und Teile des Konzepts flossen schließlich in die Ausstellung „Wo die Wuchtel fliegt. Legendäre Orte des Wiener Fussballs“ ein, die am 23. April 2008 eröffnet und von 24. April bis 3. August 2008 im Wien Museum gezeigt wurde.

Die Ausstellung widmet sich der Topografie des Wiener Fußballs und erzählt anhand von zwölf Orten Fußballhistorie als Stadtgeschichte. Neben zahlreichen Fotos sind Erinnerungsstücke von Vereinen, Spielern und Fans zu sehen - darunter die Schiedsrichterpfeife von Hugo Meisl, die Mitropacup-Medaillen von Matthias Sindelar und das Kassaschild der Pfarrwiese. Thematisiert werden aber auch österreichische Identitätsorte im Ausland, so etwa die Londoner Stamford Bridge, wo das „Wunderteam“ der 1930er Jahre heldenhaft verlor. Ein Gemälde von Paul Meissner, das an dieses legendäre Match erinnert und sich in der Sammlung des Wien Museums befindet, stellt ein Highlight der Ausstellung dar.

Im 160 Seiten starken und reichhaltig bebilderten Ausstellungskatalog zeichnet David Forster für zwei Beiträge alleinverantwortlich, einen weiteren verfasste er gemeinsam mit Claudia Spring.