04/2008 - "University meets Public", Sommersemester 2008

"University meets Public", Sommersemester 2008.
Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung, 2. April 2008
Volkshochschule Brigittenau, 21. April 2008
Volksbildungshaus Urania, 30. April 2008

Vortrag : Fußball unterm Hakenkreuz. Der österreichische Fußball während der NS-Zeit (gemeinsam mit Georg Spitaler)

Am Beispiel des Fußballs lässt sich einiges lernen über Alltagswelten und Sport während der NS-Diktatur. Nach 1945 wurden fußballerische Ereignisse dieser Jahre zu wichtigen Bestandteilen der Vereinsmythologien der Wiener Großklubs, aber auch zum Element österreichischer Selbstbilder.

Im einleitenden Teil dieses Vortrags zum "University meets Public"-Schwerpunkt "Fußball" sprach Georg Spitaler über die NS-Zeit im Fußballgedächtnis Nachkriegsösterreichs, David Forster erläuterte die Rahmenbedingungen, unter denen der Sport 1938 bis 1945 stattfand bzw. nicht betrieben werden konnte oder durfte.
Im Mittelteil des Vortrags wurden zentrale Momente wie das "Versöhnungsspiel" zwischen Deutschlands Nationalelf und der "deutsch-österreichischen" Mannschaft (Forster) und das Meisterschaftsfinale 1941 (Spitaler) behandelt.
Zum Abschluss zeigten die beiden Politologen anhand von vier beispielhaften Spielerbiographien - Max Scheuer (Hakoah), Matthias Sindelar (Austria), Fritz Durlach (Rapid) und Ernst Stojaspal (Ostbahn XI) - Schicksale aber auch Entscheidungsmöglichkeiten von Kickern während der NS-Herrschaft auf.

Bei diesem Vortrag handelte es sich um eine erweiterte und modifzierte Fassung des gleichnamigen Referats von David Forster am Fortbildungsseminar "Zidane und Friedhofstribüne" aus dem November 2007.

Artikel zu UMP: Fußball unterm Hakenkreuz in der Rathauskorrespondenz vom 1. April 2008.