»Was damals Recht war ... – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht« (Österreich-Fassung)

Projektdaten

Projektträger: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Projektträger und Veranstalter der Österreich-Fassung: Verein "Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz" in Kooperation mit dem Verein "Gedenkdienst"

Fördergeber: Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, Zukunftsfonds der Republik Österreich, Kulturabteilung der Stadt Wien, Bundesministerium für Justiz, Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Bezirksvertretung Leopoldstadt, Bezirksvertretung Donaustadt

Gesamtleitung: Thomas Geldmacher

Wissenschaftliche Leitung (Sommer 2007 bis April 2009): David Forster

Konzeption: David Forster, Thomas Geldmacher, Hannes Metzler, Lisa Rettl

Texte: Thomas Geldmacher, Hannes Metzler, Peter Pirker, Lisa Rettl

Recherche: David Forster, Thomas Geldmacher, Albrecht Kirschner, Magnus Koch, Hannes Metzler, Milan Obid, Vida Obid, Peter Pirker, Lisa Rettl, Richard Wadani, Florian Wenninger

Laufzeit: Februar 2007 bis September 2009, eigene Beteiligung: Februar 2007 bis April 2009

Projektbeschreibung

Im Februar 2007, unmittelbar nach Abschluss seiner Forschungstätigkeit für die deutsche Ausstellung, begann David Forster gemeinsam mit Hannes Metzler mit den Planungen für eine Österreich-Fassung. Eine Überarbeitung der deutschen Wanderausstellung erwies sich als notwendig, da die deutsche Fassung für das österreichische Publikum nicht geeignet schien.
Bis zum Juni 2007 konstituierte sich ein Projektteam, dem auch Thomas Geldmacher sowie Florian Wenninger und Klaus Kienesberger vom Verein "Gedenkdienst" angehörten. Richard Wadani vom "Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz" und Maria Fritsche standen der Projektgruppe beratend zur Seite. Thomas Geldmacher wurde zum Gesamtleiter, David Forster zum wissenschaftlichen Leiter des Projekts bestimmt.

2008 wurde das 2002 gebildete "Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz" als Verein gegründet, um Ansuchen auf öffentliche Fördermittel stellen zu können. Thomas Geldmacher wurde Vereinsobmann, Richard Wadani Ehrenobmann. Mit Peter Pirker, Lisa Rettl und Andreas Obermaier kamen weitere ImpulsgeberInnen und MitorganistorInnen hinzu.

Im Herbst 2008 konzipierte ein vierköpfiges KuratorInnen-Team, bestehend aus David Forster, Thomas Geldmacher, Hannes Metzler und Lisa Rettl, die überarbeitete Österreich-Fassung der Wanderausstellung. Auf Basis dieses Konzepts begannen die Recherchen für die neuen Ausstellungsteile. Im Dezember 2008 präsentierte David Forster das Konzept im Rahmen eines Workshops den Berliner Ausstellungsmachern Ulrich Baumann und Magnus Koch von der Stiftung Denkmal. Im Februar 2009 stellte er eine erweiterte Fassung des Ausstellungskonzeptes im Rahmen eines ExpertInnen-Hearings vor.
Mit 1. April 2009 schied er nach über zweijähriger Arbeit an der Ausstellung aus dem KuratorInnen-Team aus.

Die Österreich-Fassung der Wanderausstellung wurde von 1. September bis 11. Oktober 2009 im Theater Nestroyhof Hamakom in Wien sowie von 10. September bis 9. Oktober 2010 im Künstlerhaus Klagenfurt und von 30. September bis 30. Oktober 2011 im Kulturhaus Dornbirn gezeigt. Sie enthält u.a. eine neue Einführung zur Geschichte der Militärjustiz vor 1939, drei neue Fallgeschichten von österreichischen Opfern, die Geschichte des österreichischen Täters Leopold Breitler sowie einen gänzlich neu geschaffenen Teil über das lange Ringen um Anerkennung der Opfer der NS-MIlitärjustiz in der Zweiten Republik.