08/2014 - Fußball unterm Hakenkreuz in der "Ostmark"

Herausgeber: David Forster, Jakob Rosenberg und Georg Spitaler

351 Seiten -  29,- Euro - Verlag: Die Werkstatt

Opferlegenden wurden gepflegt, Schutzbehauptungen konstruiert und sportliche Erfolge zu Akten des Widerstands stilisiert. Nicht nur in der Politik, auch im Fußball wollte Österreich seine Rolle im Nationalsozialismus lange nicht aufarbeiten. Die Geschichte der tatsächlich Verfolgten wurde ebenso ausgeblendet wie jene der Täter und Profiteure des NS-Systems. In den letzten Jahren begann ein Wandel der Erinnerungskultur. Immer mehr ForscherInnen, Fans und Funktionäre beschäftigen sich mit der NS-Vergangenheit der Vereine. Begleitet von Kontroversen wurden zahlreiche Mythen hinterfragt.

Der Sammelband bietet einen Überblick über diese Debatten und präsentiert neue Forschungsergebnisse. Neben detaillierten Betrachtungen zu den wichtigsten Wiener Klubs liefert das Buch Einblicke in die ehemalige Fußballprovinz von Salzburg bis Vorarlberg.


Rezensionen
:

ballesterer fm Nr. 95 (2014)

Informationsmittel für Bibliotheken Nr. 22/2014 (Nils Havemann)

Fußball, Soccer, Calcio & Co.

APA/Tiroler Tageszeitung

Die Presse, 3.11.2014 (Johann Skocek)

Fußball-Woche Nr. 51 (2014)

Beiträge von David Forster:

Opfer Österreich, Opfer Austria? Der FK Austria und die NS-Zeit

Cafe Sindelar revisited. Verlauf und Folgen der Sindelar-Debatte

mit Georg Spitaler:

"Judenfreier" Fußballsport in der "Ostmark". Die Verfolgung und Ermordung jüdischer Spieler und Funktionäre

Das "Versöhnungsspiel" am 3. April 1938

mit Georg Spitaler und Jakob Rosenberg:

Einleitung: Fußball unterm Hakenkreuz in der "Ostmark". Forschungsstand, Vergangenheitspolitik, Konflikte