02/2004 - Podiumsdiskussion: "Der Fall Sindelar"

Internationales Institut für den Frieden Wien, 3. Februar 2004

Organisation und Moderation der Podiumsdiskussion "Der Fall Sindelar. Die Rolle des "Papierenen" in der NS-Zeit", veranstaltet von FairPlay und ballesterer fm.


Matthias Marschik, Walter Sturm, Peter Menasse, David Forster (v.l.n.r.)
Podiumsdiskussion zum "Fall Sindelar". Foto: Dieter Brasch (2004)

Im Herbst 2003 kam Wunderteam-Spieler Matthias Sindelar in einem ungewohnten Zusammenhang in die Medien. Im Zuge der Aberkennung des Ehrengrabs eines prominenten Nazi-Fliegers durch den Wiener Gemeinderat wurden alle während der NS-Zeit vorgenommenen Ehrungen für nichtig erklärt – auch die letzte Ruhestätte der 1939 verstorbenen Austria-Legende. Im Dezember 2003 erschien –  zeitgleich mit David Forsters Beitrag "Die Akte Sindelar" aus der Serie Fußball unterm Hakenkreuz im Fußballmagazin ballesterer Nr. 11 - Peter Menasses Artikel „Parteigenosse Matthias Sindelar“ in der Zeitschrift „NU“. Die Geschichte über die „Arisierung“ des Cafe Annahof durch den Fußballstar bewegte daraufhin monatelang die Gemüter und füllte nicht nur die Sportseiten der Printmedien. In einer medial beachteten und gut besuchten Veranstaltung diskutierten Matthias Marschik (Kulturwissenschafter und Historiker), Peter Menasse (Chefredakteur der Zeitschrift „NU“) und Walter Sturm (Bezirksmuseum Favoriten) unter der Leitung von David Forster über Matthias Sindelar und seine Rolle im Nationalsozialismus. Die wichtigsten Passagen dieser Debatte sind im ballesterer fm nachzulesen.

Publikation Forster, David: Kaffeehaus-Diskussionen. Fußball unterm Hakenkreuz: Nachspiel. In: ballesterer fm Nr. 12 (2004), S. 30–32.

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