Die Wiener Drogenpolitik im Urteil ihrer Adressaten und Akteure

Projektdaten

Förderer: Fonds Soziales Wien und MA 7.
Projektleitung: Arno Pilgram (Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie) und Irmgard Eisenbach-Stangl (Ludwig Boltzmann Institut für Suchtforschung).
MitarbeiterInnen: David Forster und Christine Reidl (in der zweiten Projektphase mit Irene Berlach-Pobitzer und Veronika Hofinger).
Laufzeit: 2003 bis 2005, eigene Beteiligung: März bis September 2003.
Publikation: Wiener Drogenpolitik 1970 bis 2005. Außen- und Innenansichten, von Irmgard Eisenbach-Stangl, Arno Pilgram und Christine Reidl. Wien 2008.

Projektbeschreibung:

Drogenpolitik hat einen hohen politischen Symbolwert und steht immer wieder im Zentrum politischer Auseinandersetzung. Auf instrumenteller Ebene bezieht sich Drogenpolitik auf die Einhaltung von Verbotsnormen durch polizeiliche und strafrechtliche Kontrolle, auf die Kontrolle des Marktes, auf die Reduktion der Nachfrage durch Präventionsmaßnahmen, auf die Minimierung von Folgeproblemen, etc. Um den Problemen der Evaluation von Drogenpolitik zu begegnen, konzentrierte sich diese Studie zum einen auf die Sicht der professionellen Akteure der Drogenkontrolle, zum anderen auf die Perspektive der Adressaten. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen also Betroffene, denen entweder eine institutionelle aktive oder eine passive Rolle der Drogenkontrolle zugedacht ist, die „professionelle Politik“ und die öffentliche Meinung wurden als Randbedingungen des Lebens mit Drogen und Arbeitens an Drogenproblemen analysiert.
Auf diesem Projekt – damals noch unter dem Titel: „Die Wiener Drogenpolitik aus der Perspektive ihrer Akteure und Adressaten“ – lag der Schwerpunkt von David Forsters Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IRKS. Er war an der ersten Projektphase beteiligt, welche insbesondere der Rekonstruktion der Drogenpolitik in Wien seit 1970 anhand von Gesetzestexten, amtlichen Berichten, Statistiken, Berichten von Einrichtungen der Drogenarbeit und wissenschaftlichen Studien galt. Inhaltlich widmete er sich insbesondere den Teilbereichen Polizei (Statistiken zu Tatverdächtigen; Organisation), Justiz (Verurteilungen; Strafvollzug), Politik (Maßnahmen der Stadt Wien in den 1990er Jahren) und Drogensituation (Szene; illegaler Markt, Konsum; sog. Drogenopferstatistik), erstellte mehrere Tabellen und Kapitelteile sowie im August 2003 einen rund 20-seitigen Abschlussbericht.